by Christopher Zwinger

Published On: 30. November 2024

by Christopher Zwinger

Published On: 30. November 2024

Die Wissenschaft hinter guten Ideen · Ideenmanagement

Nicht jede gute Idee wird abgelehnt

Warum Mitarbeitende wertvolle Ideen zurückhalten – und wie Führung, psychologische Sicherheit und Rückmeldungen bestimmen, ob Vorschläge sichtbar werden.

Wissenschaftlicher Fachartikel · Themen: Employee Voice, psychologische Sicherheit, organisationale Beteiligung

Die Idee, die nie existiert hat

Ein Mitarbeiter bemerkt seit Monaten einen unnötigen Prozess, einen Kundenwunsch, der immer wieder auftaucht, eine technische Möglichkeit oder eine Regel, die längst niemand mehr hinterfragt. Irgendwann denkt er: „Eigentlich müsste man …“ Und dann passiert nichts: Niemand lehnt die Idee ab, kein Innovationsboard bewertet sie schlecht und kein Business Case fällt durch. Die Idee taucht schlicht nie auf.

Vielleicht gibt es keinen Ort, an dem man sie einbringen könnte, vielleicht müsste sie zuerst über den eigenen Vorgesetzten laufen, oder vielleicht würde daraus zusätzliche Arbeit entstehen. Vielleicht hat der Mitarbeiter auch schon dreimal etwas vorgeschlagen und danach nie wieder davon gehört. Oder die Idee ist noch gar keine Idee, denn vielleicht gibt es zunächst nur eine Irritation und das Gefühl: „Irgendetwas stimmt hier nicht.“ Damit stellt sich eine Frage, die noch vor der klassischen Ideenbewertung liegt:

Forschungsfrage

Welche organisationalen Rahmenbedingungen entscheiden darüber, ob Ideen von Mitarbeitenden sichtbar werden – oder bereits auf dem Weg in die Organisation verloren gehen?

Theorie – Die Entscheidung vor der Idee

Die Forschung zu Employee Voice beschäftigt sich genau mit diesem Moment, denn Voice bezeichnet vereinfacht das freiwillige Äußern von Vorschlägen, Bedenken, Informationen oder Ideen mit dem Ziel, etwas zu verbessern. Das Gegenstück, Silence, bedeutet dabei nicht, dass jemand nichts weiß oder nichts zu sagen hätte. Menschen können relevante Informationen besitzen und sich trotzdem entscheiden, sie nicht zu äußern.

Morrison zeigt in ihrem Forschungsüberblick, dass dieser Entscheidung unterschiedliche Mechanismen zugrunde liegen. Menschen beurteilen unter anderem, ob sie sich zuständig fühlen, ob ihr Beitrag etwas bewirken kann und welche persönlichen oder sozialen Konsequenzen das Äußern haben könnte. Damit entstehen zwei unterschiedliche Fragen: Kann ich das sagen – und lohnt es sich, das zu sagen? Für die erste Frage ist psychologische Sicherheit (Psychological Safety) besonders relevant. Amy Edmondson beschreibt sie als die gemeinsame Überzeugung eines Teams, dass zwischenmenschliche Risiken akzeptabel sind. Menschen können Fragen stellen, Fehler eingestehen, Zweifel äußern oder widersprechen, ohne unmittelbar negative soziale Konsequenzen erwarten zu müssen.

Eine große Meta-Analyse von Frazier und Kollegen bestätigt Zusammenhänge psychologischer Sicherheit mit Informationsaustausch, Lernverhalten und weiteren konstruktiven Verhaltensweisen. Doch psychologische Sicherheit allein erklärt Beteiligung nicht, denn ein Mitarbeiter kann sich durchaus trauen, etwas zu sagen, und trotzdem zu dem Schluss kommen: „Es bringt nichts.“ Genau hier wird aus einem psychologischen Thema ein organisationales.

Forschungslage

Die Studien zeigen nicht, welcher Faktor in einem konkreten Unternehmen wie viele Ideen verhindert – wohl aber Mechanismen, die erklären, warum vorhandenes Wissen nicht automatisch sichtbar wird. Bücher wie Loonshots, Humanocracy oder Corporate Rebels dienen nur der Einordnung.

Wie Organisationen Menschen beibringen, Ideen für sich zu behalten

Es gibt keinen Ort dafür

Forschung zu Employee-Driven Innovation zeigt, dass Unternehmen sehr unterschiedliche Strukturen schaffen können, um Ideen von Mitarbeitenden zugänglich zu machen. Offenere, geschlossenere und hybride Modelle können dabei je nach Ziel unterschiedliche Vorteile besitzen.

Ein formaler Ideenkanal erzeugt deshalb noch lange keine Innovationskultur, aber ohne einen zugänglichen Weg bleibt Beteiligung stärker von persönlichen Netzwerken, Hierarchie und Zufall abhängig. Die erste Hürde kann also erstaunlich einfach sein: Ich hätte etwas zu sagen, aber ich weiß nicht, wohin damit.

„Mein Chef will das ohnehin nicht.“

Viele Ideen nehmen deshalb einen klassischen Weg nach oben, wodurch die direkte Führungskraft zu einem wichtigen Faktor wird. Detert und Burris untersuchten in ihrer Forschung mehr als 3.000 Mitarbeitende und über 200 Führungskräfte, wobei sich besonders die wahrgenommene Offenheit der Führungskraft als relevant für Employee Voice erwies. Das entscheidende Wort ist dabei wahrgenommen, denn eine offene Tür auf dem Organigramm ist etwas anderes als eine Führungskraft, bei der Mitarbeitende tatsächlich erleben, dass kritische Informationen und Verbesserungsvorschläge willkommen sind.

Dabei wäre es zu einfach, Führungskräfte zu den Schuldigen zu erklären, weil auch sie innerhalb eines Systems handeln. Eine neue Idee kann zusätzliche Arbeit verursachen, Ressourcen benötigen, bestehende Prioritäten infrage stellen oder Entscheidungen berühren, für die die Führungskraft selbst verantwortlich ist. Burris’ Forschung zu Reaktionen von Führungskräften auf Employee Voice zeigt zudem, dass nicht jede Form von Voice gleich aufgenommen wird. Beiträge, die bestehende Praktiken stärker infrage stellen, können für Führungskräfte anders wirken als Vorschläge, die bestehende Strukturen eher unterstützen. Manchmal ist Nicht-Zuhören allerdings keine Frage fehlender Zeit, sondern eine Form von Selbstschutz. Fast, Burris und Bartel zeigten in einer Feldstudie und einem Experiment, dass Führungskräfte, die an ihrer eigenen Kompetenz zweifeln, seltener nach Vorschlägen ihres Teams fragen. Im Experiment bewerteten sie Mitarbeitende, die sich dennoch äußerten, schlechter und griffen deren Vorschläge seltener auf. Erklärt wurde dieser Zusammenhang durch Abwehr: Ein Verbesserungsvorschlag kann wie eine Kritik an der eigenen Arbeit wirken – und wer sich ohnehin unsicher fühlt, schützt sich, indem er weniger hört.

Morrison und Milliken haben beschrieben, wie aus solchen individuellen Reaktionen ein organisationales Muster werden kann. Wenn Führungskräfte negatives Feedback fürchten und davon ausgehen, dass Widerspruch eher stört als hilft, entstehen Strukturen und Routinen, in denen Schweigen zur Normalität wird – oft ohne dass jemand es ausdrücklich so beschlossen hätte. Manchmal hat Nicht-Zuhören eine Funktion: Es schützt Status, Selbstbild oder bestehende Entscheidungen. Die interessante Frage lautet nicht, warum Führungskräfte Ideen blockieren, sondern was eine Organisation dafür tut, dass ein Vorschlag aus dem Team als Beitrag und nicht als Bedrohung erlebt wird – und welche Anreize sie setzt, solche Ideen weiterzutragen. Eine naheliegende – wenn auch durch die zitierte Forschung nicht direkt geprüfte – Erklärung ist: Wenn eine Führungskraft ausschließlich an kurzfristiger Zielerreichung, Effizienz und störungsfreiem Betrieb gemessen wird, kann eine zusätzliche Idee schlicht das Falsche zur falschen Zeit sein und aus Sicht des Systems sogar völlig rational abgelehnt werden.

„Super Idee. Mach du das.“

Ein Mitarbeiter entdeckt ein Problem, denkt über eine Lösung nach und spricht sie an, worauf die Reaktion lautet: „Super Idee! Kannst du das zusätzlich übernehmen?“ Das klingt zunächst positiv, kann aber ein bemerkenswertes Signal senden: Wer Ideen hat, bekommt zusätzliche Arbeit, während Schweigen zunächst keine zusätzliche Belastung erzeugt. Die Forschung erlaubt uns nicht, daraus ein allgemeines Gesetz zu machen. Die Voice-Forschung zeigt aber sehr wohl, dass Menschen erwartete Kosten und Nutzen des Äußerns berücksichtigen, wobei zusätzliche Arbeit nur eine mögliche Form solcher Kosten darstellt. Ein Beitrag kann Aufmerksamkeit erzeugen, und plötzlich muss man ihn erklären, verteidigen, präsentieren oder weiterentwickeln. Vielleicht muss man vor Menschen auftreten, mit denen man normalerweise nichts zu tun hat, oder zusätzliche Verantwortung übernehmen. Beteiligung ist deshalb nicht kostenlos, und genau deshalb reicht die Aufforderung „Bringt euch ein!“ nicht. Organisationen müssen sich auch fragen, was mit Menschen passiert, nachdem sie sich eingebracht haben.

„Das bringt sowieso nichts.“

Noch problematischer ist eine andere Erfahrung, denn eine Idee kann eingereicht werden und anschließend einfach verschwinden. Es gibt keine Rückmeldung, keine Entscheidung, keine Erklärung und keine sichtbare Weiterentwicklung. Wenn das mehrmals passiert, kann irgendwann eine neue Erwartung entstehen: „Warum soll ich mir die Arbeit noch einmal machen?“

Morrison beschreibt wahrgenommene Wirksamkeit als einen relevanten Bestandteil der Voice-Entscheidung. Menschen müssen also nicht nur glauben, dass sie sprechen dürfen, sondern zumindest eine gewisse Erwartung besitzen, dass ihr Beitrag etwas bewirken kann. Damit verändert sich auch die Bedeutung von Feedback, denn Feedback ist nicht nur Höflichkeit gegenüber demjenigen, der eine Idee eingereicht hat. Es ist gleichzeitig ein Signal an die Organisation, weil andere ebenfalls beobachten, was mit Beteiligung passiert. So kann Schweigen gelernt werden (Morrison & Milliken), obwohl eine Organisation Ideen niemals ausdrücklich ablehnt. Es reicht schon, wenn Mitarbeitende wiederholt erleben, dass Beteiligung folgenlos bleibt.

„Vielleicht ist die Idee einfach blöd.“

Hier wird psychologische Sicherheit besonders relevant, denn Innovation beginnt nicht immer mit dem selbstbewussten Satz: „Ich habe eine großartige Idee.“ Oft beginnt sie mit Aussagen wie: „Ich weiß noch nicht genau, was hier falsch läuft“, „Das klingt vielleicht verrückt, aber …“ oder schlicht mit der Frage: „Warum machen wir das eigentlich so?“ Solche Aussagen sind riskanter als ein sauber ausgearbeiteter Business Case, weil man falschliegen, naiv wirken, etwas übersehen oder eine Frage stellen kann, deren Antwort angeblich längst jeder kennt.

Gleichzeitig zeigt die Kreativitätsforschung ein Paradox: Menschen können Kreativität ausdrücklich begrüßen und kreative Ideen trotzdem weniger positiv beurteilen, besonders unter Unsicherheit (Mueller, Melwani & Goncalo). Was das für die Bewertung bedeutet, betrachten wir in Kapitel 9.

Die Idee muss nach oben

Angenommen, eine Idee hat all diese Hürden überlebt, dann muss irgendwann jemand mit Entscheidungskompetenz davon erfahren. Die Forschung zu Issue Selling zeigt, dass Themen nicht einfach neutral durch Organisationen nach oben wandern. Menschen versuchen vielmehr, Aufmerksamkeit für bestimmte Probleme oder Chancen zu erzeugen, wobei unter anderem Formulierung, Timing und organisationale Anschlussfähigkeit eine Rolle spielen. Eine Beobachtung muss deshalb häufig in strategische Sprache, eine Präsentation, Zahlen oder einen Business Case übersetzt und im richtigen Meeting platziert werden.

Dadurch entsteht eine weitere Form der Selektion, weil Menschen unterschiedliche Fähigkeiten, Netzwerke und unterschiedlichen organisationalen Status besitzen. Der erfahrene Manager weiß vielleicht genau, wen er anrufen muss, während ein neuer Mitarbeiter diese Wege noch nicht kennt. Die Person mit dem besten Netzwerk muss aber nicht zwangsläufig die Person mit der besten Beobachtung sein.

Zu früh beweisen, dass eine Idee funktioniert

Irgendwann muss selektiert werden, denn nicht jede Idee ist gut und nicht alles kann ausprobiert werden. Genau hier liefert die Forschung eine wichtige Differenzierung. Keum und See fanden Hinweise darauf, dass Hierarchie in unterschiedlichen Phasen des Innovationsprozesses unterschiedlich wirken kann, denn stärkere Hierarchie konnte die Ideengenerierung beeinträchtigen und bei der späteren Auswahl von Ideen gleichzeitig Vorteile haben. Die Schlussfolgerung sollte deshalb nicht lauten, dass Hierarchie Innovation grundsätzlich verhindert. Interessanter ist die Erkenntnis:

Was bei der Auswahl hilft, kann bei der Entstehung neuer Ideen hinderlich sein.

Damit kommen wir zurück zum unfertigen Gedanken, der sehr schnell mit Fragen nach Kosten, Nutzen, Verantwortung oder ROI konfrontiert werden kann. All das sind vernünftige Fragen, aber es sind nicht die richtigen Fragen, wenn jemand gerade erst gesagt hat: „Ich habe da etwas beobachtet …“ Safi Bahcall beschreibt in Loonshots eine ähnliche organisationale Herausforderung: Fragile und ungewöhnliche Ideen benötigen andere Bedingungen als bereits etablierte operative Vorhaben. Die entscheidende Kunst besteht deshalb nicht darin, auf Bewertung zu verzichten, sondern darin, zum richtigen Zeitpunkt zu bewerten.

Was Menschen über Beteiligung lernen

All diese Mechanismen laufen für Mitarbeitende selten als bewusste Checkliste ab. Menschen erleben vielmehr ihre Organisation, und sie sehen, was mit Kollegen passiert, die widersprechen. Irgendwann entsteht daraus ein Gefühl: Lohnt es sich, etwas zu sagen? Genau hier liegt eine der wichtigsten Aufgaben des Innovationsmanagements, denn eine Organisation kommuniziert ihre Innovationskultur nicht nur über Leitbilder, Innovation Days oder die Aufforderung „Wir brauchen eure Ideen.“ Sie kommuniziert sie jedes Mal aufs Neue durch die Art, wie sie reagiert, wenn jemand tatsächlich eine Idee äußert.

Fazit – Nicht jede gute Idee wird abgelehnt

Welche organisationalen Rahmenbedingungen entscheiden also darüber, ob Ideen von Mitarbeitenden sichtbar werden? Die Forschung liefert keinen einzelnen Schalter, sondern zeigt ein Zusammenspiel: psychologische Sicherheit, Führung, zugängliche Wege, Feedback und der Zeitpunkt von Bewertung. Damit bleibt eine zentrale Erkenntnis: Nicht jede gute Idee wird abgelehnt. Viele werden nie ausgesprochen – weil Menschen gelernt haben, dass es sich nicht lohnt.

Die wichtigste Frage für Innovationsmanager lautet deshalb nicht nur: „Wie bekommen wir bessere Ideen?“ Sie lautet auch: „Was lernen Menschen in unserer Organisation, wenn sie eine Idee äußern?“ Die Analyse lässt sich als sieben Lektionen lesen, mit denen Organisationen – meist unbeabsichtigt – Schweigen lehren. Jede beantwortet eine der beiden Fragen vom Anfang des Kapitels:

Für die Praxis bedeutet das: Organisationen müssen nicht nur Ideen bewerten, sondern Bedingungen schaffen, unter denen Mitarbeitende Beobachtungen und unfertige Vorschläge ohne unnötige Risiken äußern können und nachvollziehbare Rückmeldungen erhalten.

Was daraus folgt

● Psychologische Sicherheit hängt mit Informationsaustausch und Lernverhalten zusammen.

● Ob Menschen sprechen, hängt auch davon ab, ob sie ihren Beitrag für wirksam halten und wie offen sie ihre Führungskraft erleben.

◐ Schweigen wird gelernt – auch ohne ausdrückliche Ablehnung, wenn Beiträge folgenlos bleiben.

◐ Organisationen lehren Schweigen auf zwei Wegen: Sie machen das Sprechen riskant oder folgenlos.

Einordnung der Symbole: ● durch Studien direkt belegt · ◐ unsere Ableitung aus der Forschung · ○ offen, weil die Befunde uneinheitlich sind oder Untersuchungen fehlen.

Wissenschaftliche Literatur

Die folgenden Publikationen sind im zugrunde liegenden Manuskript angeführt. Die DOI-Angaben wurden aus diesem übernommen. Eine vollständige unabhängige Prüfung sämtlicher bibliografischer Details und Studienergebnisse war im Rahmen dieser Bearbeitung nicht möglich.

Bahcall, S. (2019). Loonshots: How to Nurture the Crazy Ideas That Win Wars, Cure Diseases, and Transform Industries. St. Martin’s Press.

Burris, E. R. (2012). The Risks and Rewards of Speaking Up: Managerial Responses to Employee Voice. Academy of Management Journal, 55(4), 851–875.
DOI: 10.5465/amj.2010.0562

Detert, J. R. & Burris, E. R. (2007). Leadership Behavior and Employee Voice: Is the Door Really Open? Academy of Management Journal, 50(4), 869–884.
DOI: 10.5465/AMJ.2007.26279183

Dutton, J. E., Ashford, S. J., O’Neill, R. M. & Lawrence, K. A. (2001). Moves That Matter: Issue Selling and Organizational Change. Academy of Management Journal, 44(4), 716–736.

Edmondson, A. (1999). Psychological Safety and Learning Behavior in Work Teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350–383.
DOI: 10.2307/2666999

Fast, N. J., Burris, E. R. & Bartel, C. A. (2014). Managing to Stay in the Dark: Managerial Self-Efficacy, Ego Defensiveness, and the Aversion to Employee Voice. Academy of Management Journal, 57(4), 1013–1034.
DOI: 10.5465/amj.2012.0393

Flocco, N., Canterino, F. & Cagliano, R. (2022). To Control or Not to Control: How to Organize Employee-Driven Innovation. Creativity and Innovation Management, 31, 396–409.
DOI: 10.1111/caim.12500

Frazier, M. L., Fainshmidt, S., Klinger, R. L., Pezeshkan, A. & Vracheva, V. (2017). Psychological Safety: A Meta-Analytic Review and Extension. Personnel Psychology, 70(1), 113–165.
DOI: 10.1111/peps.12183

Hamel, G. & Zanini, M. (2020). Humanocracy: Creating Organizations as Amazing as the People Inside Them. Harvard Business Review Press.

Keum, D. D. & See, K. E. (2017). The Influence of Hierarchy on Idea Generation and Selection in the Innovation Process. Organization Science, 28(4), 653–669.
DOI: 10.1287/orsc.2017.1142

Minnaar, J. & de Morree, P. (2020). Corporate Rebels: Make Work More Fun. Corporate Rebels.

Morrison, E. W. (2023). Employee Voice and Silence: Taking Stock a Decade Later. Annual Review of Organizational Psychology and Organizational Behavior, 10, 79–107.
DOI: 10.1146/annurev-orgpsych-120920-054654

Morrison, E. W. & Milliken, F. J. (2000). Organizational Silence: A Barrier to Change and Development in a Pluralistic World. Academy of Management Review, 25(4), 706–725.
DOI: 10.5465/amr.2000.3707697

Mueller, J. S., Melwani, S. & Goncalo, J. A. (2012). The Bias Against Creativity: Why People Desire but Reject Creative Ideas. Psychological Science, 23(1), 13–17.
DOI: 10.1177/0956797611421018

LEVEL:IDEA und den Bezug zum Artikel

LEVEL:IDEA ist eine digitale Plattform zur strukturierten Beteiligung von Menschen an Ideen- und Innovationsprozessen. Die Plattform unterstützt die Erfassung und Weiterentwicklung von Ideen sowie die Einbindung unterschiedlicher Beteiligter in den Innovationsprozess. Dazu gehören unter anderem Funktionen für Mentoring und die Unterstützung von Ideen.

Die in diesem Artikel beschriebenen Erkenntnisse betreffen insbesondere die Vorbereitung solcher Prozesse. Eine Plattform kann helfen, Beteiligung zu organisieren und Ideen strukturiert weiterzubearbeiten. Sie kann jedoch weder die inhaltliche Qualität einer Innovationsfrage garantieren noch die organisatorische Verantwortung für die Auswahl relevanter Probleme, die Bewertung von Vorschlägen oder deren Umsetzung übernehmen.

Über den Autor

Mag. Alexander Lettner beschäftigt sich mit Organisationsentwicklung, Wissensmanagement und der Gestaltung von Beteiligungs- und Innovationsprozessen. Er hat Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkten in Organisationspsychologie und Wissensmanagement studiert und verfügt über langjährige Erfahrung im Projekt- und Prozessmanagement.

Als Mitgründer und Geschäftsführer von LEVEL:IDEA beschäftigt er sich mit der Frage, wie Organisationen vorhandenes Wissen sichtbar machen und Menschen systematisch an Veränderungsprozessen beteiligen können. Der Artikel ist Teil der Reihe „Die Wissenschaft hinter guten Ideen“.

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